skip to content

Das Rad

 

 

Auf meiner Suche nach dem perfekten Rad habe ich so einige Ideen gehabt, ..... verworfen, .......wieder geprüft und kam letzendlich zu dem Schluss:


DIESES MUSS ES SEIN !


 

 

 

Unterstützt wurde ich dabei maßgeblich von Jörg Ruf, der mir von HP als kompetenter Händler empfohlen wurde.

Er vertraute mir für große Probefahrten zwei seiner eigenen Räder an und stand mir mit Know-How und Tricks zur Seite, bis ich die perfekte Kombination aus sportlicher Wendigkeit und sicherem und einfachem Umgang wegen meines Handycaps zusammgestellt hatte. Auch auf Problemsituationen, an die ich im Vorfeld nicht gedacht hatte, machte er mich aufmerksam und fand gleich die passende Lösung.

So stand ich bei der ersten Probefahrt etwas verdutzt da, als mir bewusst wurde "Radfahren, schön und gut, aber wohin mit den Gehhilfen?" "Kein Problem", sagte er, verschwand in der Werkstatt und kam mit einer halbierten Wasserflasche wieder, die im Getränkehalter blitzschnell zum Krückenständer umfunktioniert wurde. Fixiert mit reichlich Klettband, stand der ersten Tour nichts mehr im Weg. So einfach und schnell hatte ich nicht mit einer Lösung gerechnet..... ein MacGyver unter den Fahrradschraubern.

Auch durch seine Menschen zugewandte Art hatte ich nie das Gefühl mit meinem Handycap auf all zu große Hürden treffen zu müssen. Für fast jedes "Aber..." gab es eine Lösung. So bekam ich für mein repariertes Bein, am Pedal, die Möglichkeit es festzuschnallen, damit es nicht während der Fahrt auf den Boden fallen kann. Die obligatorische Standbremse, ohne die er kein Dreirad vom Hof fahren lässt, hat mich schon das ein oder andere Mal vor dem Hinfallen bewahrt. Kleine Details, die bedacht werden müssen, die bei einem großen Händler, der nur möglichst schnell möglichst viel Umsatz erwirtschaften will, einfach unter den Tisch fallen würden, wurden so mit mir besprochen und in Ruhe erklärt.

 

 Erste Macken

 

Leider sind bei meinem tollen Flitzer schon erste kleine Macken und Gebrauchsspuren zu sehen. Zum Teil ist das wohl ganz normal, aber die Lackschäden, die ich nicht verursacht habe, regen mich jeden Tag aufs Neue auf. (Herrlich, was für normale Probleme ich schon wieder haben darf  )

Ich kann einfach nicht verstehen, warum manche Menschen solche Fummelfinger bekommen müssen, wenn sie mein Rad sehen. Ich hatte es nur für ein Tutorium am Hans-Busch-Institut abgestellt und als ich wieder aus dem Gebäude kam, war ein riesen Kratzer im Lack und zwei Speichen verbogen. Alles deutete darauf hin, dass irgendein "Studenten-Vogel" sich frei raus auf mein Rad gesetzt hatte und es, trotz Fahrradschloss, nicht lassen konnte damit vor und zurück zu rollen.

MUSS DAS DENN SEIN???

Seit ich mein Dach immer drauf lasse und das Behindertenschild dran gehängt habe, ist es besser geworden, aber für die Tour werde ich ganz trickreich arbeiten.

Ein einfaches Kinderspielzeug wird mir helfen. Ein Plastik-Hundehaufen, den es in allen Spielwarengeschäften gibt, wird mit Klett versehen und bei Bedarf auf den Sitz gelegt. Wenn sich dann noch jemand erdreistet das Ding anzufassen und wegzulegen, nur um den eigenen Hintern in meinem Cockpit parken zu können, dann ist ihm auch nicht mehr zu helfen.

 

Handyhalterung

 

 

Auch das Problem mit der fehlenden Navi-Halterung hat Herr Ruf im Nuh gelöst. Mit einer Alustange und Platte lässt sich nun, dank etwas Klettband, mein Handy problemlos montieren. Und es hat den erstaunlichen Vorteil, dass es nicht so viel wackelt, wie herkömmliche Navihalterungen aus Plastik, die dank der dicken Holme des Rades wahrlich schwer zu montieren gewesen wären.