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Main

Von Bamberg werde ich 183 km lang den Main begleiten vorbei an Schweinfurt, Würzburg bis Gemünden.

Karlstadt

Heute sind wir einfach so an Würzburg vorbei gefahren. Irgendwie sprach mich das Gewusel der Stadt nicht so sehr an, dass ich unbedingt dort bleiben wollte. So fuhren wir nach einem kleinen Snack einfach weiter in den sonnigen Tag hinein. Mein Mitfahrer lies zwischen den Zeilen fallen, dass er Verwandtschaft in Karlstadt hätte und dort sicherlich eine Unterkunft für uns zu organisieren sei. In großem Vertrauen, dass es schon irgendwie gut gehen wird, folgte ich ihm durch eine niedliche Stadt und landete schließlich in einem traumhaften Garten, der dank der Trockenheit leider ein wenig grau aussah. Anders als gedacht, war im Vorfeld keiner zu erreichen, was mir ein mulmiges Gefühl bescherte, mich einfach so in fremden Gärten breit zu machen. Das ist wahrlich nicht mein liebstes Hobby. Aber als ich seinen Onkel dann sah, war ich sehr erleichtert. Ein offener, ehrlicher Mensch mit einer Ausstrahlung, dass man alle Sorgen vergisst. Sowas trifft man wirklich selten.

Trotz des spontanen Überfalls wurde nach einem Begrüßungsbierchen mit großem Improvisationsgeschick ein Abendessen gezaubert und nach vielen spannenden Geschichten beendeten wir den Abend mit einer Runde Skat (ja, auch so ein Ding was ich dringend mal lernen sollte.... trotz Unkenntnis habe ich gewonnen -  das Glück ist mit den Doofen)

 

Schweinfurt... Ochsenfurt

Auch Orte mit lustigen Namen dürfen auf meiner Liste nicht fehlen. Gesehen habe ich davon nicht viel ausser einem dubiosen Campingplatz direkt an der Autobahn, der sich "Naturfreunde" nennt..... welch skurriler Zusammenhang da wohl besteht. Jedenfalls schrie das Inventar einen in den liebevollen braun und olivgrün der 70er-Jahre Plastikwelle an. Wenigstens waren die dort übernächtigenden Radler äußerst nett und ein Pavillon schützte uns gemeinsam vor dem ersten Regen meiner Tour.

Ochsenfurt hielt nach einer 70km Etappe am Ende noch einen riesigen Berg für mich bereit und einen Zeltplatz, der von den Dauercampern wohl als Hundetoilette gebraucht wurde. Wenigstens war er günstig. Leider ist der Rest ein wenig  untergegangen vor lauter Strampeln und Sonne und Hitze. 

Öko Siedlung Bamberg

Die Ökosiedlung hat mich wirklich beeindruckt. Dass es möglich ist, so nahe an der Stadt das Gefühl eines kleinen gemütlichen Dorfes zu  kreieren, ist schon erstaunlich. Mit wieviel Herzblut es umgesetzt wurde, konnte man aus den Schilderungen leicht erkennen.

Bamberg

Was ´ne tolle Stadt, bloß leider zu hügelig für mich. 

Wir waren herzenslieb bei der Mutter meines Mitfahrers untergebracht und durften spontan sogar länger bleiben, so dass ich zweimal in den Genuss kam, über meine Grenzen hinaus zu wachsen. Beim ersten Mal durfte ich die Regnitz entlang schwimmen, mit den Klamotten im Eimer an einer Schnur. Am folgenden Tag war es einfach so heiß, dass wir nach einer langen Siesta zu einem traumhaften Baggersee gefahren sind. Das war schon sehr eindrucksvoll. Ich war noch nie in einem offenen Gewässer schwimmen, geschweige denn, in einem Fluss mit so viel Strömung. Das war Schule fürs Leben . 

 

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