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Städtekette

Hinter der Städtekette verbirgt sich eine West-Ost-Strecke vom feinsten. Von Gotha werde ich mit dem Rad ersteinmal nach Waltershausen fahren, um mir ein Wohnprojekt anzusehen und anschließend über Erfurt  nach Jena zu fahren.

Erfurt

Die Stadt ist toll. Viele Studenten und alte Häuser prägen das Stadtbild. Auf dem Weg in die Innenstadt ist mir ein netter Radfahrer begegnet, der mir einen wirklich schönen Weg entlang der Gera in die Stadt gezeigt hatte. Auf dem Hinweg bin ich dank Navigation durch ein hässliches Industriegebiet gefahren, dass miese Radwege und hupende Lkws beinhaltete. Aber so konnte ich mich heute mit der Stadt versöhnen. Als ich so durch die Innenstadt fuhr, fiel mir auch gleich ein tolles Lokal mit chilliger Musik und netten studentischen Bedienungen auf, sodass ich hier meine Mittagspause einlegte. Sogar WLAN ermöglicht es mir mal eben ein paar Fotos zu sichern.

 

Gestern waren ein paar herzliche Begleiter auf dem schäbigen Zeltplatz in Kühnhausen. Astrid, Madline und Carmen haben mir meinen Ruhetag wirklich zu etwas Besonderen gemacht. Mit Plantschen im See, lustigem Kochen und einem humorvollen Abend war es gar nicht so schwer mal die Füße still zu halten. 

Allerdings kommt so langsam so etwas wie Heimweh auf. Einen Monat bin ich jetzt schon unterwegs und so langsam hab ich das Gefühl, es wäre auch traumhaft schön den Sommer mit Freunden im Park und Openair-Kinos zu verbringen, anstatt allein durch die Prärie und schlechte Zeltplätze zu turnen. Wer weiß, was ich alles verpasse und nach dem Sommer haben alle Storys zu erzählen, an denen andere beteiligt waren. Ich kann dann nur von merkwürdigen Geschichten berichten, die ich alleine erlebt habe. Das ist dann schwerer zu vermitteln. Naja, noch gebe ich nicht auf. 

Allein die Wohnprojekte, die jetzt kommen und die Bernburger sind so ein Highlight, dass ich mindestens bis zur Elbe durchhalten muss. Danach mal sehen. Wobei dort auch nicht mehr so viele Berge warten, da wäre es blöd abzubrechen.  

Vielleicht liegt es momentan auch nur an den unterirdisch schlechten Radwegen und der Tatsache, dass man permanent gestresst auf Landstraßen fahren muss. Die Leute sind auch irgendwie seltsam. Verbarrikadieren sich hinter meterhohen Zäunen und wirken immer gleich genervt, wenn man sich erdreistet sie anzusprechen.  Ich hoffe ja sehr, dass es nur an der Hitze liegt und ich die falschen getroffen habe, aber die ersten vier Tage in diesem Bundesland haben mir wirklich zu schaffen gemacht. So unwillkommen hab ich mich lang nicht mehr gefühlt. 

Um so schöner heute hier in Erfurt so einen netten Tag zu haben. 

Eisenach

Angekommen in Eisenach.

Mieses Wetter begleitet mich schon seit vier Tagen und auch die Regenschauer, die ich heute über den Tag verteilt mitbekommen konnte, liesen nicht gerade die Vorfreude steigen morgen wieder mit dem Rad die Welt zu erkunden. Aber jetzt nach vier Tagen ohne richtige Etappe treibt mich endlich ein wenig Unruhe um, wieder mal ordentlich was zu bewegen....

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