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Die Krankheit

Osteosarkom

Ich möchte hier nicht groß fachsimpeln und die Fachfrau mimen, denn die genauen Daten, Fakten und Konsequenzen kann man sich jederzeit im WWW anlesen.

Zudem muss ich sagen, dass ich niemals der Typ Mensch sein werde, der sich in Statistiken wiederfinden möchte. Ein einziges Mal habe ich mir durch einen blöden Zufall die Statistiken zu meiner Überlebenswahrscheinlichkeit angesehen und es ging mir drei Tage lang schlecht. So schlecht, dass ich es sogar anhand meines Blutbildes ablesen konnte. Ich möchte mich nicht mit solchen Informationen belasten.

 

Für mich bedeutet diese Krankheit, abgesehen von der langen Chemozeit vor allen Dingen "eingeschränkt" zu sein. Eingeschränkt im Alltag, eingeschränkt in meinen Hobbys, eingeschränkt in der Freizeitgestaltung mit meinen Freunden.

Aktuell bin ich zwar noch nicht "austherapiert," wie es so schön heißt, in kleinen Schritten kann ich hin und wieder dann doch noch eine Verbesserung feststellen, aber das Bein nicht mehr ohne große Anstrengungen und Mühen heben zu können, will ich einfach noch nicht glauben müssen.

 

Viele haben mich gefragt, wie sich sowas anfühlt oder wie es funktioniert.

Diese Frage kann ich nicht wirklich zufriedenstellend beantworten. Die ersten Tumorjahre fühlten sich wie Muskelkater an, danach kamen stechende Schmerzen und eine enorme Trägheit und Schwere, die den Alltag einnimmt und die Lebensfreude aufsaugt. Ja, ich habe gespürt, dass irgendwas nicht in Ordnung ist, aber da mein Hausarzt mir permanent erzählte, es sei Muskelkater/Muskelverspannung von zu viel Sport (den ich damals nicht mehr praktiziert habe) habe ich mir keinerlei weitere Sorgen gemacht. Warum auch, krank werden doch immer nur Andere und junge Menschen in der Blüte ihres Lebens schon mal gleich gar nicht.

  

Aber wie man so schön sagt, um euch mal einen Eindruck zu vermitteln,

Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

 

 

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