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Donau Sigmaringen bis Kelheim

Die Strecke, die ich an der Donau zurück legen werde, wird sehr vielseitig werden. Die Etappen 1- 8 werden hier kurz beschrieben; Näheres gibt es dann unter den jeweiligen Einzeletappen zu lesen.

265 km entlang eines so berühmten Flusses, bevor ich in Kelheim ins Altmühltal abbiegen werde.

Erste Etappe - Sigmaringen bis Rottenacker

Veröffentlicht von Administrator (admin) am Jul 04 2013
Donau Sigmaringen bis Kelheim >>

Die ersten 55km sind geschafft. Nach knapp viereinhalb Stunden bin ich ziemlich erschlagen in Rottenacker angekommen. Ursprünglich wollte ich bereits in Zell mein Ziel erreichen, aber als ich dort um zwei Uhr ankam erschien es mir doch ziemlich schwach, einen halben Tag ohne wirkliche Tätigkeit verstreichen zu lassen.

Da meine Eltern mich überraschenderweise die ersten Tage begleiten wollten, rief ich also mein "Begleitfahrzeug" an und fragte, wo sie sich gerade rumtreiben würden. Sie waren bereits in Munderkingen, also ein gutes Stück weiter. Das motivierte mich die fehlenden 10 km noch zu fahren.

Das war ein Fehler! Denn anders, als man vielleicht vermuten würde, ist das Donautal nicht so schön flach, wie man es sich wünscht. Kaum hatte ich die Donauseite gewechselt, ging es steil bergauf. Scheinbar hatte ich prompt die schwierigste Stelle des Radweges gefunden. Im tropisch schwülen Nieselregen quälte ich mich also über die erste Steigung, als mich ein Rudel Bremsen und Stechmücken einholte. Da verging mir zum ersten mal ein wenig die Lust. Man ahnt ja auch gar nicht, wie schnell solche Fliegeviehcher werden können. Auf flacher Strecke hielten sie bei 25       Km/h locker mit, demnach bestand keine Chance ihnen zu entfliehen und ständig nach ihnen zu schlagen erschien auch nicht erfolgsversprechend. Also sah ich zu, dass ich so schnell, wie eben möglich diese enorme Steigung hoch kam, um dann ein kurzes Stück rollen zu können und sie im Fahrtwind abzuhängen.

Die folgende Steigung konnte ich nicht mehr fahrend überwinden. Der Berg war tatsächlich so steil, dass ich das Gefühl hatte, es wäre schlauer gewesen eine Treppe hin zu bauen, wenn man das Rad eh schon halb tragen muss. Zum Glück holte mich mal wieder ein Rudel E-Bike-Renter ein und der "Tour-Leader", wie er sich mir vorstelle, half mir mein Rad 2/3 des Berges zu schieben. Ohne ihn wäre ich wohl im nächsten Stechmückenschwarm verschwunden und vampiermäßig leergesaugt worden.

So kam ich dann relativ genervt in Munderkingen an und traf auf meine relativ entspannten Eltern, die sich noch einen schönen Tag auf der Gartenausstellung in Sigmaringen gemacht hatten.

Weil alles so ungeplant vonstatten ging, hatten wir natürlich noch keine Unterkunft. Also fragten wir in der örtlichen Information, wo man noch etwas bekommen könnte. Eine nette Dame empfahl uns dann einen kleinen Zeltplatz an einem See.

Nichtsahnend verfuhren wir uns dorthin und fanden einen wirklich traumhaften Badesee mit einem Badewächter vom Feinsten. Der Dialog beschränkte sich fast nur auf: "Übernachten im Zelt?" "Ja" "3€ pro Person und hier sind die Duschen - Kosten: 1€ zum Duschen" . Danach wurden wir uns selbst überlassen. Nichts deutete darauf hin, dass das Zelten hier wirklich erlaubt ist, oder es andere bereits vor uns schon mal ausprobiert hatten. Aber was braucht man mehr, als eine Wiese voller Entenmist, Sanitäranlagen und einen schönen Sommerabend.

 

Ein perfekter Start zu einer spannenden Reise!

Zuletzt geändert am: Aug 16 2014 um 6:34 PM

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